3. ALTE OFFICINA

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Die Alte Offizin ist der Raum, in dem im 18. Jahrhundert Medikamente verkauft wurden und das Publikum verkehrte. Es handelt sich um einen repräsentativen Raum, der reich mit Gemälden und Inschriften geschmückt ist, die den privilegierten Status des damaligen Besitzers, Tobias Mauksch, als Apotheker verdeutlichen sollten. Später, im Besitz der Familie Hintz, wurde die Apotheke in die dem zentralen Platz zugewandten Räume verlegt und dieser Raum wurde als Büro genutzt. Die Familie fügte eine neue Inschrift hinzu, die die lange Reihe der Besitzer und damit die Lebendigkeit und den Wohlstand des Geschäfts auflistet.

Die wichtigste Ausschmückung der alten Officina ist das Gemälde am Gewölbe, das in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstand. Es handelt sich um ein seltenes Beispiel weltlicher Barockmalerei in Cluj, wobei die Dekoration an die Funktion des Raumes angepasst ist: In den Medaillons sind Symbole der Apotheke wie die Schlangen des Äskulap auf dem Baum des Lebens, der Kranich mit einem Stein in den Klauen, Symbol der Wachsamkeit, und die Füllhörner, Symbol des Wohlstands, dargestellt.

Aus anderen alten siebenbürgischen Apotheken stammen die Möbelstücke und die zahlreichen pharmazeutischen Gefäße. Letztere beeindrucken durch ihre Form, ihre Verzierung und ihre lateinischen Inschriften, die vom hohen Bildungstand des Apothekers zeugten. Natürlich dienten diese  in erster Linie dazu, den Inhalt  anzugeben, wie zum Beispiel pharmazeutische Bestandteile oder Zwischenprodukte wie Salbengrundlagen oder Elixiere. Die pharmazeutischen Gefäße bestanden aus verschiedenen Materialien - Keramik, Holz, Metall oder Glas - und waren durchsichtig, lackiert oder gefärbt, um den Inhalt vor Sonneneinstrahlung zu schützen.